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Montag, 29.09.2008

Jaaaaaaaaaaaaaa!!!

Jaaaaaaaaaaaaaa!!!

Am 18.09.2005 schrieb ich folgenden Eintrag:
Ab heute werde ich ein Lauftagebuch führen. In diesem Tagebuch werde ich meine Trainings, Wettkämpfe und sonstiges festhalten.

Meine Traum ist es einmal einen Marathon unter 2:30h zu laufen!

Dieses Ziel möchte ich in den nächsten 5 Jahren erreichen. Meine derzeitige Bestzeit liegt bei 2:36.13h aus dem Jahre 2002, gelaufen in Winterthur. In den Jahren 2003 und 2004 habe ich mich vom Laufsport distanziert und erst im Mai 2005 wieder mit regelmässigem Training begonnen. Meine Zeiten sind schon in der kurzen Zeit wieder besser geworden. Ende Mai lief ich den Halbmarathon in Winterthur in 1:34.55h und gestern waren es schon 1:19.41h beim Greifenseelauf in Uster.


Es dauerte genau 3 Jahre und 10 Tage!

Gestern lief ich in Berlin den Marathon 2:28.37! Mein Traum wurde wahr! Für diesen Traum nahm ich viele Trainingsstunden auf mich, verpasste die eine oder andere Party, aber es hat sich gelohnt. Gestern bekam ich alles zurück. Ich würde nochmals den gleichen Weg gehen.
Eine riesige Zufriedenheit und Freude herrschte und herrscht noch immer ihn. Diesen Lauf, diese Zeit kann mir niemand mehr nehmen. Dieses Ergebnis wird mich noch über den Winter und allenfalls noch Jahre tragen. Ich kann diese Resultat noch gar nicht fassen, nicht begreifen. In 2, 3, 4 oder x Tagen werde ich vielleicht meine 2:28.37 verdaut haben. Ich bin richtig stolz auf mich!
Und nun? Cancellara-Depressionen? Hmm. Ich machte mir schon Gedanken. Ich habe nun ein neues Ziel gesteckt. Es ist eigentlich simple -> die Bestätigung. Ich möchte also nochmals versuchen unter 2:30 zu laufen. Irgendwann und irgendwo! Vielleicht schon nächstes Jahr in London oder Berlin?

Das Blogging ist hiermit eingestellt. Ich werde in Kürze meine eigene Homepage aufschalten/programmieren -> www.thomasfrieden.ch.

Sonntag, 14.09.2008

Ämmelauf

Der Ämmelauf fiel fast ins Wasser. Es regnete den ganzen Tag in Strömen und so sah auch die Strecke entlang der Emme aus.
Teilweise waren Seen zu überqueren. Anfangs wich ich noch den Wasserlachen aus, aber wusste bald, dass dies sinnlos war. Zu viele riesige Pfutzen befanden sich auf der Strecke. So lief ich schon bald voll in der Mitte durch. Die Füsse waren eh schon längst nass.
Ich positionierte mich von Anfang in den vordersten Rängen. Ein Läufer konnte sich nach gut 2 Kilometer etwas absetzen, kam aber nicht entscheidend weg. Als der Weg, wie bereits oben beschrieben, etwas anspruchsvoller wurde, übernahm ich in der Verfolgergruppe das Ruder und hielt das Tempo weiterhin hoch. Unsere 4er-Gruppe hatte danach Auflösungserscheinung. Nach rund 6 Kilometer konnte ich gar den Führenden ein- und überholen. Ich versuchte nun weiter das Tempo zu halten, was mir auch gelang. Doch nach ca. 8,5km kam der "Führende" wieder und überholte mich wieder. Er sprintete regelrecht an mir vorbei und ich war nicht etwa langsam unterwegs. Als er wieder ca. 20 Meter Vorsprung hatte, pendelte der Rückstand wieder ein. Irgendwie kam mir das Schräg vor. Entweder war er so überlegen, dass er ein Spiel daraus machte oder es war einfach eine kluge Taktik gewesen. Auf jeden Fall hatte er damit das Rennen für sich entschieden, denn ich konnte ihn nicht mehr einholen und verlor am Schluss 5 Sekunden auf ihn.
Trotzdem ist mein Fazit positiv. Mit diesen schweren Bedingungen gelang mir ein gutes Resultat sowohl zeit- wie rangmässig.
Dies war mein letzter offizieller Ernstkampf vor Berlin. Ich bin in Form... ...wenn am Tag X sprich 28.9.2008 alles optimal läuft, wer weiss...

Montag, 08.09.2008

1. Tagessieg

Mein 1. Tagessieg ist endlich Tatsache geworden!
Beim Geländelauf Mosnang am 5. September konnte ich erstmals als erster Läufer über die Ziellinie laufen. Dies war ein sehr schönes und spezielles Gefühl. Die Konkurrenz war für einmal nicht so stark und auch meine Siegerzeit war nicht "unschlagbar", aber ich freue mich trotzdem sehr.
Ich begann das Rennen etwas zurückhaltend, merkte aber, dass meine Gegner nicht unschlagbar waren. Nach rund 1,5 Kilometer ergriff ich die Initiative und konnte mich sogleich vom Feld absetzen. Bis Kilometer 5, kurz vor dem Aufstieg, hatte ich einigen Vorsprung heraus gelaufen. Ich riskierte zwar keinen Blick zurück, aber einen Applaus nach mir konnte ich nicht registrieren. Im Aufstieg nahm ich etwas Tempo weg, hatte ehrlich gesagt auch etwas mühe und dachte schon das nun die Gegner kommen würden. Nach gut 6 Kilometer wagte ich einen Blick zurück und stellte fest, dass mir niemand auf den Fersen war. Nun wurde ich richtig nervös! Ein Tagessieg lag vor mir und nur ich selbst konnte mich noch schlagen resp. dies verhindern. Mir gingen 100 Sachen durch den Kopf. Einerseits musste ich das Tempo hoch halten, aber anderseits wollte ich einen Totaleinbruch verhindern. 2 Kilometer vor dem Ziel wusste ich, dass mir der Sieg nicht mehr zu nehmen ist. Ich genoss den letzten Teil des Rennens sehr. Dieser Wettkampf tat psychisch natürlich sehr gut, war ich doch vor einer Woche noch in Rothenburg/LU leicht "angeschlagen" resp. enttäuscht gewesen. In einer Woche kann ich 8hoffentlich) nochmals Moral (Wettkampf in Emmen) tanken und dann bin ich bereit für Berlin.

Donnerstag, 04.09.2008

Rothenburg-Halbmarathon

Am 31.08.2008 lief ich den Halbmarathon im luzernischen Rothenburg. Es war eine Premiere für mich auf dieser Strecke, wobei es auch erst die 2. Austragung war. Die Strecke war coupiert und grösstenteils auf Naturstrassen. Der Wettkampf galt als 1. Formtest.
Mit dem Ergebnis bin ich nicht ganz zufrieden. Die Durchschnittskilometerzeit lag bei 3:31. Diesen Schnitt muss ich in Berlin auch laufen, aber über die doppelte Distanz! Zweitens hatte ich noch 2 Konkurrenten vor mir, welche ich eigentlich schlagen hätte müssen.
Das "schlechte" Abschneiden kann ich jedoch auch erklären. Eine Erkältung anfangs Woche war sicher nicht optimal. Trotzdem war der Trainingsumfang nicht nicht gerade wenig, weshalb mir etwas die Frische fehlte. Das Körpergewicht war am Sonntagmorgen eindeutig zu hoch. Auch kam der Schlaf (wie fast immer) zu kurz. Und zuletzt plagte mich der Fuss an diesem Tag mehr als üblich. Kurz gesagt: Es war nicht mein bester Tag!
Trotzdem! Ich bin auf dem richtigen Weg. Ich fühle mich in sehr guter Verfassung und für Berlin, welche Endzeit auch immer, bestens vorbereitet. In den letzten 3 Wochen stehen noch 2 kurze Wettkämpfe an (10km) und noch einige Intervall- und Longjogg-Einheiten.
Freue mich riesig auf Berlin.

Montag, 25.08.2008

229

Ich finde diese Zahl einfach unglaublich! Zweihundertneunundzwanzig!
Gemäss SF DRS-Kommentatoren haben 229 Kenianer die offizielle Olympialimite von 2:13:30 geknackt. Im deutschsprachigen Raum (Schweiz, Deutschland und Österreich) schaffte dies gerade einmal einer, unser „Vik“ Röthlin. Kein Deutscher. Kein Österreicher.
Wenn man noch die Läufer zählen würde, welche nun für Bahrain, Katar, USA u. a. starten, wären es sicher noch einige mehr.
Stellt euch einmal vor, am Olympia-Marathon wären alle am Start gewesen...

Freitag, 22.08.2008

Berlin

Die Vorfreude auf den Berlin-Marathon ist gross!
In 5 Wochen ist es bereits soweit. Für mich wird es der 20. Marathon sein, aber der Erste im Ausland (einmal abgesehen des LGT's -> Lichtenstein)! Ich bin gespannt auf die Menschenmenge (Zuschauer wie Läufer), welche mir zu gleich auch etwas Angst/Sorgen bereitet.
In Zürich, mit rund 5000 TeilnehmerInnen, ist die ganze Sache noch übersichtlich. Kommt dazu, dass mir Zürich natürlich nicht gänzlich unbekannt ist.
In Berlin, eine Millionenmetropole, war ich noch nie. Vom Hörensagen muss die Veranstaltung jedoch genial sein. Des Weiteren werde ich mit einem Kenner von Berlin, Werner Bäumler, anreisen.
Von der Stadt selbst werde ich leider (zu) wenig sehen. Mein Ziel ist der Marathon und grosse Ausflüge in den Tagen zuvor machen müde Beine. Nach dem Marathon ist man meistens zu erledigt, um noch gross auf Wanderschaft zu gehen. Berlin werde ich wohl oder übel ein anderes Mal, als Feriengast, nochmals besuchen müssen.
5 Wochen bis zum Big-Event. 5 Wochen um in Topform zu kommen. Ich arbeite daran! ;-)

Donnerstag, 21.08.2008

Mentaltraining

Wie wichtig die mentale Stärke eines Sportlers ist, sieht/sah man wieder einmal bei Olympia 2008. Es gibt aus Schweizersicht positive Bespiele wie z.B. Fabian Cancellara oder Sergei Aschwanden, aber auch negative wie z.B. unsere Triathleten oder Reiter. Die Olympiade ist sicher etwas sehr Spezielles und ich kann mir gut vorstellen, dass man etwas nervöser ist vor dem Wettkampf als sonst.
Beim Marathon bzw. im Laufsport Allgemein entscheidet der Kopf oft über "Sieg oder Niederlage". Mit "Sieg oder Niederlage" meine ich das Erreichen der persönlichen (realistischen) Ziele oder eben nicht.
Für eine mentale Stärke sind meiner Meinung nach jedoch 2 Hauptfaktoren Voraussetzung:
- "gesundes" Umfeld, d.h., kein Arbeitsstress und und kein privater Stress (Beziehung, Todesfall u. a.)
- gut trainiert und ausreichend erholt, d.h., regelmässige Trainingseinheiten (aber nicht immer gleich trainieren!) und genügend Schlaf
Sind diese Punkte gegeben, hat man schon eine gute Basis. Ich halte nichts von meditieren o. ä..
Bei einem Marathon sind die letzten Kilometer entscheidend, dann wenn einem alles etwas weh tut und man auch im Kopf etwas müde wurde. Die Konzentration und Spannung kann man nicht dauernd hoch halten. Was soll man nun tun? Entweder denkt man an etwas "Schönes" (Natascha Badmann hört Vögel singen wo gar keine sind! :-)) und lenkt sich somit etwas ab, was aber vermutlich nicht ewig halten wird oder man teilt sich die (Rest-)Strecke in kleinere Abschnitte auf umso immer wieder Teilerfolge zu haben, zu erreichen. Diese Möglichkeiten sollte man unbedingt in den Trainings einbauen. Auch harte Trainingseinheiten und/oder widrige Wetterverhältnisse können einem Stärken bringen.
Ich denke, dass ich auch noch Potential habe, um mich in diesem Bereich zu verbessern. Ich habe mich ehrlich gesagt bis jetzt zu wenig bis gar nicht befasst. Nehme gerne eure Tipps entgegen!
Schlussendlich ist ein Marathon immer noch ein Marathon. Es wird weh tun und das weiss jeder Läufer schon vor dem Start!

Montag, 18.08.2008

Lebenszeichen

Nach längerer Zeit melde ich mich (endlich) wieder einmal.
Mein Versprechen im letzten Beitrag, dass ich am Montagmorgen nach 3 Wochen Verletzungspause laufen gehe, habe ich Wahr gemacht. In der Folge konnte ich regelmässiger trainieren trotz Arbeitsstress.
Nach einem missglückten Wettkampf in Davos ging es ins Trainingslager auf Muottas Muragl. Im Engadin war es wunderschön, spannend und hoffentlich auch wirkungsvoll. Einen detailierten Bericht findet ihr unter www.laufsport-winterthur.ch.
Nach dem Trainingslager ging es noch eine Woche ins Tessin -> Zelten mit meinen Kinder. Eine Woche ohne Laufschuhe.
Nun, wieder im Alltag, liegt der sportliche Fokus nur noch auf Berlin. Bis Ende September muss ich noch etwas an meiner Form feilen. Die Basis habe ich im Engadin gelegt, aber die Schnelligkeit und Tempohärte muss ich mir noch erarbeiten. Dazu dienen auch 3 Wettkampfkämpfe, den Ersten am 31.08.2008.

Samstag, 19.07.2008

Pause und Pause

Ein Lauf- und Trainingspause kann sehr positiv sein. Man muss sich und dem Körper auch einmal eine "echte" Erholung/Regeneration gönnen.
Ich hatte in den vergangenen 2 Wochen 4 "Trainingseinheitchen" sprich eine Pause gemacht. Dies aus medizinischen wie auch aus beruflichen Gründen. Nur war/ist die Pause nicht wirklich erholend. Zwar konnte ich meine Wade schonen, aber der Berufsstress setzte/setzt mir mehr zu, als wenn ich eine harte Trainingsphase hinter mir hätte. 12-15 Stunden Arbeitstage dazu schlechte Ernährung (schnell, beqeuem und praktisch) und wenig Schlaf machten/machen aus meiner Ruhephase eine Belastungsphase einfach auf einer anderen Ebene. Arbeit statt Sport.
Das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass man die Lust auf den Sport verliert. Man fühlt sich morgens schon schlapp und müde und denkt darum kaum ans Sport treiben. Es braucht wieder eine gewisse Überwindung in den Trainingsalltag zu gelangen. Ich nehme mir den nächsten Montagmorgen als Startdatum vor. Ich muss diesen Termin einfach wahrnehmen! Ein e Verschiebung würde weitere Verschiebungen zu Folge haben. Nach dem Motto: "Morgen ist auch ein Tag!" Nein! Jetzt oder jetzt!
Es ist schon merkwürdig! Bin ich im Trainingsrythmus, habe ich ein "schlechtes" Gewissen, wenn ich 2 Ruhetage hintereinander habe und möchte am Liebsten jeden Tag trainieren. Und nun das pure Gegenteil. Es braucht eine gewisse Überwindung meinen Arsc... zu bewegen.
Also... Montagmorgen ist Laufen angesagt. Versprochen!

Montag, 14.07.2008

Was steht noch an?

Wettkampf mässig sieht es in nächster Zeit ruhiger aus.
Diese Woche habe ich (endlich) den lange ersehnten Termin in der Schulthess-Klinik. Die Profis sollen meinen Fuss sprich Halux gründlich analysieren und mir konkrete Vorschläge unterbreiten. Das Ziel? Schmerz frei zu laufen!
Apropos laufen... ...meine linke Wade will nicht mehr so recht. Seit dem LGT Alpin Marathon und vor allem nach Zermatt habe ich starke Schmerzen in der Wade. Ich bin mir nicht sicher, ob es nur eine Verhärtung oder gar noch eine Zerrung ist. (Wieder) Pausieren ist angesagt! :-(
Ende Juli geht es ins 13-tägige Trainingslager nach Muottas Muragl. Ein Highlight des Jahres. Ich hoffe nur, dass meine Wade bis dann wieder 100% belastbar ist.